Annahme: 8 Sonnenstunden pro Tag, 120-tägige Sommersaison
Der erwärmte Stein strahlt Wärme gemäss Plancks Schwarzkörpergesetz ab. Bei typischen Steintemperaturen (30–60°C) liegt die maximale Emissionswellenlänge bei etwa 8–10 μm — genau im Herzen des atmosphärischen Infrarotfensters und der CO₂-Absorptionsbande bei 15 μm. Das bedeutet, dass ein Teil der thermischen Strahlung des Steins von Treibhausgasen absorbiert wird, anstatt ins All zu entweichen, was eine lokale positive Rückkopplungsschleife erzeugt.
Dieser Rechner verwendet ein vereinfachtes stationäres Energiebilanzmodell. Reale Gletscherbedingungen umfassen zusätzliche Faktoren wie Schuttdickeneffekte, unterirdische Wärmediffusion, Schmelzwasser-Wiedergefrieren, tageszeitliche Temperaturzyklen und Wolkenbedeckungsvariationen. Das Modell liefert Grössenordnungsschätzungen zur Veranschaulichung der zugrunde liegenden Physik.